{"id":158,"date":"2009-01-05T15:01:00","date_gmt":"2009-01-05T14:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oliver-ilan-schulz.de\/?p=158"},"modified":"2021-01-06T23:56:49","modified_gmt":"2021-01-06T22:56:49","slug":"buchbeitrag-plan-b-kulturwirtschaft-in-berlin-anschlaege-de-hg-regio-verlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oliver-ilan-schulz.de\/?p=158","title":{"rendered":"Plan B. Kulturwirtschaft in Berlin (Buchbeitrag \u2013 Regio Verlag)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stadtentwicklung und Privatisierung in Marseille \u2013 das Beispiel der Rue de la R\u00e9publique<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den schweren Unruhen, die im Herbst 2005 die Vororte franz\u00f6sischer Gro\u00dfst\u00e4dte ersch\u00fcttern, versichert man sich in der deutschen Hauptstadt gegenseitig: \u201eBerlin ist nicht Paris\u201c. Mag sein, aber das muss niemanden beruhigen. Sozialer Frieden ist eine sensible Sache und vielleicht erf\u00e4hrt man mehr \u00fcber die Chancen und Risiken f\u00fcr die Zukunft Berlins, wenn man nicht nach der Metropole an der Seine schielt, sondern eine andere Stadt betrachtet: Marseille.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Marseille ist nicht Paris. Hier bleibt es ruhig, als die Pariser Banlieue brennt. Dabei eilt der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Stadt der Ruf von Gewalt und Kriminalit\u00e4t voraus und in ihren Vororten g\u00e4be es genug Konfliktpotential. Aber anders als in Paris oder Lyon, mit ihrer ausgepr\u00e4gten r\u00e4umlichen Trennung zwischen b\u00fcrgerlichem Zentrum und verarmten Vororten, leben sozial unterprivilegierte Gruppen in Marseille bisher sowohl in der Peripherie als in der Mitte der Stadt. Die Bewohner der verschiedenen Viertel Marseilles stehen miteinander in Verbindung und dies bedingt, dass das Gef\u00fchl von Abgeschottetheit und Perspektivlosigkeit in Marseille weniger verbreitet ist als in anderen franz\u00f6sischen St\u00e4dten. Obwohl das centre-ville populaire f\u00fcr viele den besonderen Charakter der Stadt und ihre Lebensqualit\u00e4t ausmacht, fehlt es nicht an Bestrebungen, sozial schwache Schichten aus dem Zentrum zu verdr\u00e4ngen. Oftmals ziehen dabei private wirtschaftliche Interessen und eine kurzsichtige Stadtpolitik an einem Strang.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u201eR\u00fcckeroberung\u201c des Stadtzentrums<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDas Marseille der einfachen Leute ist nicht das Marseille der Nordafrikaner oder der Komoren. Das Zentrum ist von der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung in Beschlag genommen worden, die Marseiller sind weggezogen. Ich renoviere und hole wieder Einwohner in die Stadt, die Steuern zahlen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Jean-Claude Gaudin, B\u00fcrgermeister von Marseille (\u201eLa Tribune\u201c, 5. Dezember 2001)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentralen Viertel Belsunce, Noailles und Le Panier sind traditionell die Anlaufstellen f\u00fcr die Einwanderer. Im 19. und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wohnen hier die zahlreichen Hafen- und Fabrikarbeiter. Unterbringung und Leben sind billig, die Bedingungen bescheiden bis unzureichend. Obwohl der Hafen nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung verloren hat, behielt das Zentrum seinen Charakter als quartier populaire \u2013 was man in etwa \u201eArbeiterviertel\u201c \u00fcbersetzen und in Berlin mit Kreuzberg und Teilen Weddings oder Neuk\u00f6llns vergleichen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter B\u00fcrgermeister Gaston Deferre (1953-1986) beginnt eine Politik der Ansiedlung st\u00e4dtischer und kultureller Einrichtungen im Zentrum, die von seinen Nachfolgern Robert-Paul Vigouroux (1986-1995) und Jean-Claude Gaudin (1995 bis heute) fortgesetzt wird: so etwa die Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude, das Haus der Mode oder die Regionalbibliothek Alcazar. Kultur sollte helfen, zahlungskr\u00e4ftige und nicht aus der Immigration stammende Bewohner ins Zentrum zu holen. F\u00fcr diese Strategie pr\u00e4gt die Stadtverwaltung den Begriff der \u201eR\u00fcckeroberung des Stadtzentrums\u201c, denn seit 1995 verbreitet die lokal Presse, die Stadt sei einer \u201eInvasion\u201c durch Migranten ausgesetzt. Diese Behauptung ist nicht haltbar. Zwischen den beiden Volksz\u00e4hlungen 1990 und 1999 ging die ausl\u00e4ndische Bev\u00f6lkerung im Zentrum um 4% auf 17-18% zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der unter dem Banner der \u201eR\u00fcckeroberung\u201c vollzogenen Rehabilitierung des Viertels Belsunce Ende der 90er Jahre arbeitet die Stadtverwaltung mit privaten Investoren zusammen. Ganze Stra\u00dfenz\u00fcge werden im Eiltempo modernisiert. Einige neu zugezogene Studenten, K\u00fcnstler und Freiberufler entsprechen zwar schon etwas mehr der vom Rathaus gew\u00fcnschten Bev\u00f6lkerung. Aber die bourgeoisen Schichten, von denen die Stadtv\u00e4ter tr\u00e4umen, siedeln sich lieber in den schicken Kleinst\u00e4dten in der Umgebung oder gleich ganz auf dem Land an. Die Zahl der Hochschulabg\u00e4nger in Belsunce steigt zwischen 1990 und 1999 zwar von 3400 auf 4100, gleichzeitig nimmt aber auch die Zahl der Arbeitslosen von 3800 auf 5400 zu. Schnell bilden die neuen Anwohner gemeinsam mit den alteingesessenen Bewohnern B\u00fcrgerinitiativen, die gegen die d\u00fcrftige Qualit\u00e4t der Modernisierung und den weiteren Ausverkauf des Zentrums mobil machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Privatisierung und Stadtpolitik: Das Beispiel der Rue de la R\u00e9publique<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anlegung der Rue Imp\u00e9riale, der heutigen Rue de la R\u00e9publique, in den Jahren 1860 bis 1864, ist eines der gr\u00f6\u00dften Bauvorhaben seiner Zeit. Private Investoren sowie st\u00e4dtische und staatliche Stellen beteiligen sich an dem Projekt. F\u00fcr den Bau werden \u00fcber eine Million Kubikmeter Erde abgetragen und 16000 Personen umgesiedelt. Die Stra\u00dfe schl\u00e4gt eine Schneise durch das aufm\u00fcpfige und bauf\u00e4llige Arbeiterviertel Saint Martin und zerschneidet den durchgehenden Ring der quartiers populaires. Doch die reichen B\u00fcrger aus dem S\u00fcdteil der Stadt verweigern sich den gro\u00dfz\u00fcgigen Bauten nach Pariser Vorbild, die entlang der Trasse gebaut werden. Nur langsam ziehen an ihrer Stelle Hafenarbeiter, Matrosen und Kleinh\u00e4ndler ein \u2013 f\u00fcr die Investoren ein Desaster. Ab den 1960er Jahren wohnt hier eine immer \u00e4rmere Bev\u00f6lkerung, die h\u00e4ufig \u00fcber gesetzlich gesch\u00fctzte Sozialmietvertr\u00e4ge verf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang der 1990er Jahre fallen die Immobilienpreise in Marseille auf einen absoluten Tiefpunkt. Das zieht allm\u00e4hlich Investoren an, die hohe Gewinnspannen wittern. Verst\u00e4rkt durch Infrastrukturverbesserungen wie den TGV-Schnellzug \u2013 mit dem man von Paris in drei Stunden nach Marseille fahren kann \u2013 erlebt die Stadt seither ein wahres Spekulationsfieber. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis steigt von 2001 bis 2007 um 124% auf \u00fcber 3000 Euro. Die Mieten ziehen in dieser Zeit um mehr als die H\u00e4lfte an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Juli 2004 kauft Marseille-R\u00e9publique (MR), ein Zusammenschluss des nordamerikanischen Fonds Lone Star und zweier franz\u00f6sischer Banken, 1350 Wohnungen in der Rue de la R\u00e9publique. F\u00fcr 100 Millionen Euro erwirbt das Konsortium etwa die H\u00e4lfte der Wohnungen der Stra\u00dfe, f\u00fcr die Renovierungen sind weitere 300 Millionen Euro vorgesehen. Bis zum Jahr 2008 will MR die luxuri\u00f6s renovierten Wohnungen mit kr\u00e4ftigem Gewinn verkauft haben. F\u00fcr die f\u00fcnf Jahre der Operation strebt MR einen j\u00e4hrlichen Gewinn von 18% an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interesse internationaler Investoren an Spekulationsobjekten auf dem europ\u00e4ischen Immobilienmarkt erkl\u00e4rt sich daraus, dass die Gewinnmargen auf dem amerikanischen Markt weitgehend abgesch\u00f6pft sind. Auch in Berlin kaufen Finanzinvestoren seit der Wende \u00fcber 200000 Wohnungen aus dem Besitz der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. In den niedrigen Immobilien- und Mietpreisen \u2013 Berlin ist beispielsweise billiger als Warschau \u2013 sehen die Anleger hohe Wertsch\u00f6pfungspotentiale. Einige Indizien sprechen tats\u00e4chlich f\u00fcr eine rasche Verteuerung in Berlin. So werden 2006 in Berlin sieben Milliarden Euro f\u00fcr Wohn- und Gesch\u00e4ftsh\u00e4user ausgegeben, ein bisher noch nie erreichter Wert. Zugleich versuchen die neuen Besitzer der ehemals st\u00e4dtischen Gesellschaften Gehag, GSW und Gagfah, h\u00f6here Mieten durchzusetzen. Je nach Stadtteil betragen die Steigerungen in den manchen F\u00e4llen von 38 % (in Zehlendorf) bis zu 67% in (Mariendorf).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich wie Napol\u00e9on III. den Bau der Rue Imp\u00e9riale unterst\u00fctzte, wird auch die Renovierung der Stra\u00dfe vom franz\u00f6sischen Staat gef\u00f6rdert. Sie liegt mitten im Einzugsgebiet des st\u00e4dtebaulichen Gro\u00dfprojekts Eurom\u00e9diterran\u00e9e, das von den Gebietsk\u00f6rperschaften und der EU mit \u00fcber 400 Millionen Euro (1996-2006) finanziert wird und die Stadt im nationalen und internationalen Wettbewerb konkurrenzf\u00e4hig machen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eIch m\u00f6chte nicht, dass die sechshundert Familien hier umgesetzt werden. Der K\u00e4ufer der H\u00e4user scheint die von uns gew\u00fcnschte Politik zu verfolgen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Dani\u00e8le Servant, Wohnungsbaubeauftragte der Stadt Marseille (30. September 2004, Lib\u00e9ration)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Marseille-R\u00e9publique 2004 die 1350 Wohnungen \u00fcbernimmt, wohnen nur noch 553 Mietparteien in den Geb\u00e4uden. Die Vorbesitzer, Immobiliengesellschaften und Mischkonzerne, lassen die H\u00e4user verfallen, weil sie aufgrund der steigenden Preise auch ohne Investitionen eine hohe Wertsteigerung erfahren. Dar\u00fcber hinaus gilt: Je mehr Mieter ausziehen, desto einfacher die sp\u00e4tere Sanierung. Au\u00dferdem verst\u00e4rkt der desolate Zustand der H\u00e4user in der \u00d6ffentlichkeit den Eindruck, dass hier \u201eetwas passieren\u201c muss. Die verbleibenden Mieter werden nun vom neuen Eigent\u00fcmer unter Druck gesetzt, der die Luxussanierung und den Verkauf der Wohnungen vorantreiben will. Zwielichtige \u201eMediatoren\u201c argumentieren mit Angeboten (Umsetzwohnungen) und Drohgeb\u00e4rden (fristlose K\u00fcndigung). Zugleich gibt es aber kaum konkrete Zusagen und Informationen, es kommt zu einer weiteren Vernachl\u00e4ssigung der H\u00e4user und exzessivem Verhalten bei den beginnenden Bauarbeiten \u2013 L\u00e4rm, Staub, schlechten Sicherheitsvorkehrungen. Marseille-R\u00e9publique wird daf\u00fcr mehrfach rechtskr\u00e4ftig verurteilt. Um Besetzungen zu verhindern, werden ger\u00e4umte Wohnungen systematisch zerst\u00f6rt und vermauert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gem\u00e4\u00df einer Sozialklausel in den Kaufvertr\u00e4gen renoviert MR ein Drittel der H\u00e4user \u2013 wie sich zeigte meist in unzureichender Qualit\u00e4t \u2013 und verkauft sie an soziale Wohnungsbaugesellschaften. Allerdings hat MR vorher den Teil der Mieter, der seine Rechte wahren konnte, in diese H\u00e4user umgesetzt. Dadurch wird die Auflage, f\u00fcr mehr Menschen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ad absurdum gef\u00fchrt. Viele andere ehemalige Mieter sind nicht in der Lage, ihre Interessen zu artikulieren. Sie wohnen nun in schwierigen Verh\u00e4ltnissen im Zentrum oder m\u00fcssen in die Vororte ziehen. Bis M\u00e4rz 2007 sind von den verbleibenden 384 Mietern 321 umgesetzt worden. Ungef\u00e4hr 60 Mieter harren noch im Baul\u00e4rm aus, f\u00fcr sie verspricht MR eine L\u00f6sung bis Oktober 2007.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere die B\u00fcrgerinitiative \u201eCentre Ville Pour Tous\u201c \u2013 etwa: \u201eDas Stadtzentrum geh\u00f6rt uns allen\u201c \u2013 unterst\u00fctzt die Mieter durch Rechtsberatung, Information und \u00d6ffentlichkeitsarbeit. W\u00e4hrend die anderen beteiligten territorialen Institutionen einen gewissen Druck zugunsten der Mieterrechte aus\u00fcben, stellt sich die Stadtverwaltung auf die Seite der Investoren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bilanz der Privatisierung in der Rue de la R\u00e9publique<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die endg\u00fcltigen Folgen der Privatisierung lassen sich noch nicht absehen. Bei MR gibt man sich optimistisch. Nach Angaben des Unternehmens sind von Dezember 2006 bis M\u00e4rz 2007 145 der 200 Wohnungen des ersten Bauabschnitts verkauft worden \u2013 f\u00fcr stolze 3650 Euro pro Quadratmeter. Dieselbe Lage kostete 1991 ca. 500 Euro. Zum Vergleich: In Berlin-Mitte kostet der topsanierte Quadratmeter heute etwa 3000 Euro. Die K\u00e4ufer sind laut MR gr\u00f6\u00dftenteils wohlhabende Leute aus Marseille und der Region und nur zu einem kleineren Teil die urspr\u00fcnglich erwarteten Kunden aus Paris und dem Ausland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob Berlin eine \u00e4hnliche Spekulationsspirale erlebt wie Marseille ist ungewiss: in Berlin stehen 100000 bis 150000 Wohnungen leer. Bei \u00fcberteuerten Wohnungen weichen die Mieter auf andere Objekte aus und die Vermieter m\u00fcssen gewinnmindernde Leerst\u00e4nde in Kauf nehmen. (Tagesspiegel, 4. und 13. April 2007).<br>Aber am Beispiel Marseilles kann man gut nachvollziehen, was Berlin bl\u00fchen k\u00f6nnte und welche Mittel eingesetzt werden, um Investitionen in Gewinne zu verwandeln. In der Rue de la R\u00e9publique wird sich gegen Ende des Jahrzehnts abzeichnen, ob es der Allianz von Fonds und Stadtverwaltung gelungen ist, die Sozialstruktur der Stra\u00dfe dauerhaft zu ver\u00e4ndern. Vielleicht wiederholt sich aber auch die Geschichte der Rue Imp\u00e9riale: Die Investoren h\u00e4tten sich verspekuliert und gingen leer aus; die Stra\u00dfe w\u00e4re weiterhin von der bunten Mischung ihrer Bewohnern bev\u00f6lkert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Buchbeitrag, publiziert in: Plan B. Kulturwirtschaft in Berlin, Hg. von anschlaege.de, Regio Verlag, Berlin 2007, 432 Seiten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>QUELLEN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>B\u00fccher:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Michel Peraldi, Michel Samson: Gouverner Marseille. La D\u00e9couverte. Paris, 2005<\/li><li>Pierre Fournier, Sylvie Mazzella: Marseille, entre ville et ports. La D\u00e9couverte. Paris, 2004.<\/li><li>Sandra Pinatel: Politiques publiques et strat\u00e9gies des acteurs priv\u00e9s lors d\u2019une op\u00e9ration de r\u00e9habilitation. Regard sur la r\u00e9habilitatioon de la rue de la R\u00e9publique \u00e0 Marseille. Jahresabschlussarbeit am Institut d\u2019Urbanisme de Paris, Paris, 2006.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Artikel:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fran\u00e7ois Ruffin: Penser la ville pour que les riches y vivent heureux. Le Monde diplomatique, Janvier 2007, Seite 14-15.<\/li><li>Claude Jasmin, Denise Jasmin: Marseille: la rue Imp\u00e9riale. Revue de l\u2019Art, 1994, Seite 11-22.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Web:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.centrevillepourtous.asso.fr.\" target=\"_blank\">Centre-ville pour tous<\/a>: Insbesondere Dokumentation (Studien, Pressearchiv)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Interviews:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Martine Derain (Centre-ville pour Tous)<\/li><li>Mo Abbas (Schriftsteller und Dokumentarfilmer)<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtentwicklung und Privatisierung in Marseille \u2013 das Beispiel der Rue de la R\u00e9publique Nach den schweren Unruhen, die im Herbst 2005 die Vororte franz\u00f6sischer Gro\u00dfst\u00e4dte ersch\u00fcttern, versichert man sich in der deutschen Hauptstadt gegenseitig: \u201eBerlin ist nicht Paris\u201c. Mag sein, aber das muss niemanden beruhigen. 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